Einbaukühlschrank ausbauen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Ein Einbaukühlschrank lässt sich mit etwas handwerklichem Geschick auch ohne Monteur selbst ausbauen. Wichtig ist, strukturiert vorzugehen und die Sicherheit nicht zu vernachlässigen. Bevor du beginnst, muss der Kühlschrank vom Stromnetz getrennt und vollständig geleert werden. Danach folgen Demontage, Lösen der Befestigungen und das vorsichtige Herausziehen aus der Nische. Mit der richtigen Vorbereitung und den passenden Tipps gelingt der Ausbau schnell, sicher und ohne Schäden an Möbeln oder Gerät.
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Stromversorgung immer zuerst unterbrechen.
- Lebensmittel und Einlegeböden vollständig entfernen.
- Türsystem (Schlepptür oder Festtür) richtig demontieren.
- Schrauben, Schienen und Dichtungen sorgfältig lösen.
- Kühlschrank vorsichtig mit Hilfe herausziehen.
Wie baut man einen Einbaukühlschrank richtig aus?
Ein Einbaukühlschrank wird zuerst stromlos gemacht, dann werden Türfront und Befestigungsschrauben entfernt. Anschließend zieht man das Gerät gerade aus der Nische. Dabei sollte eine zweite Person helfen, um Schäden und Verletzungen zu vermeiden.
Vorbereitung und Sicherung
Vor dem Ausbau ist sorgfältige Vorbereitung entscheidend. Zuerst entferne alle Lebensmittel und Glasböden aus dem Kühlschrank. So vermeidest du Bruch und reduzierst das Gewicht. Danach schalte das Gerät aus und trenne es vom Stromnetz. Ist der Stecker schwer zugänglich, kannst du alternativ die Sicherung abschalten.
Bei Kühl-Gefrierkombinationen empfiehlt es sich, das Gefrierfach rechtzeitig abzutauen. Dadurch läuft beim Ausbau kein Schmelzwasser aus. Lege den Boden mit einem Handtuch oder einer Decke aus, um Kratzer oder Feuchtigkeit zu verhindern. Überprüfe außerdem, ob der Kühlschrank leicht zugänglich steht und genügend Platz zum Herausziehen bleibt.
Demontage der Möbelfront
Einbaukühlschränke besitzen entweder ein Festtür- oder Schlepptürsystem. Bei einer Festtür ist die Möbelfront direkt mit der Kühlschranktür verschraubt. Hier löst du die oberen Schrauben und nimmst die Blende vorsichtig ab. Bei Schlepptüren sind die Möbelfront und die Kühlschranktür über eine Gleitschiene verbunden.
Löse die Schrauben der Schiene und entferne gegebenenfalls die Abdeckungen. Achte darauf, dass keine Schraube verloren geht. Meist kann auch die Möbeltür an den Scharnieren abgeschraubt werden, um mehr Bewegungsfreiheit zu schaffen. Markiere dir am besten die Position der Scharniere, falls du später eine neue Front montierst.
Kühlschrank aus dem Schrank lösen
Sobald die Tür entfernt ist, geht es an die Befestigung des Geräts im Schrank. Viele Einbaukühlschränke sind oben und unten im Möbelkorpus verschraubt, oft hinter Kunststoffleisten oder Dichtungen. Entferne diese vorsichtig und löse alle sichtbaren Schrauben. Manchmal befinden sich zusätzlich seitliche Halterungen oder Führungsschienen, die gelöst werden müssen.
Überprüfe daher rundum, ob noch Befestigungspunkte vorhanden sind. Erst wenn alle Schrauben entfernt sind, kann das Gerät sicher aus der Nische gezogen werden. Achte dabei auf die Kabelführung – sie sollte sich frei bewegen können, ohne eingeklemmt zu werden.
Gerät vorsichtig herausziehen
Ziehe den Kühlschrank nun langsam und gerade aus der Nische. Ein zweiter Helfer ist hilfreich, da die Geräte schwer und sperrig sind. Halte den Kühlschrank möglichst aufrecht, um das Kältemittel im Inneren nicht zu verschieben.
Lege den Untergrund mit einer Decke aus, damit der Boden nicht verkratzt. Sollte der Kühlschrank festklemmen, überprüfe, ob noch eine Schraube oder Dichtung befestigt ist. Vermeide ruckartige Bewegungen, da sonst Scharniere oder Gehäuseteile brechen können. Wenn der Kühlschrank frei steht, kannst du ihn kurz ruhen lassen, bevor du ihn transportierst oder lagerst.
Nachbereitung und Reinigung
Nach dem Ausbau lohnt es sich, den Schrank gründlich zu reinigen. Entferne alle Rückstände von Dichtungen oder Schrauben. So stellst du sicher, dass das neue Gerät sauber eingebaut werden kann. Überprüfe außerdem, ob sich durch den Ausbau die Maße der Nische verändert haben.
Manche neuen Kühlschränke benötigen andere Türsysteme oder Montageschienen. Alte Befestigungen solltest du entfernen, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Reinige den Kühlschrank selbst mit einem milden Reiniger, falls er weiterverwendet oder eingelagert wird. Lagere ihn anschließend mit geöffneter Tür, damit keine Gerüche entstehen.
Nützliche Hinweise für den sicheren Ausbau
Kippe den Kühlschrank niemals stark zur Seite, vor allem bei älteren Modellen. Dabei kann Kompressoröl in Leitungen gelangen, was die Kühlleistung später beeinträchtigt. Lies bei Unsicherheiten die Bedienungsanleitung des Herstellers, dort sind meist Schraubenpositionen und Befestigungssysteme beschrieben.
Wenn du feststellst, dass Schrauben unzugänglich sind oder das Gerät ungewöhnlich festsitzt, nimm dir lieber Zeit oder hol Hilfe hinzu. Geduld und Genauigkeit sind beim Ausbau wichtiger als Tempo. So vermeidest du Schäden an Möbeln, Kühlschrank und Händen.
Fazit
Mit etwas Geduld, den richtigen Werkzeugen und einem strukturierten Vorgehen gelingt der Ausbau eines Einbaukühlschranks problemlos. Wer Strom, Befestigungen und Türsysteme korrekt beachtet, kann das Gerät sicher und sauber entfernen. So bleibt die Küche unbeschädigt und bereit für den Einbau eines neuen Kühlschranks.
Quellen zum Thema Einbaukühlschrank ausbauen:
- Wie kann ich meinen Kühlschrank ausbauen? – Coolblue
- Einbaukühlschrank ausbauen: So machst du es selbst – OTTO
- Ausbau eines Kühlschrankes/ Kühlkombination (Video-Anleitung) – YouTube (M1Molter)
FAQ
Was muss ich vorbereitend tun, bevor ich mit dem Ausbau beginne?
- Den Kühlschrank vollständig leeren, einschließlich aller Lebensmittel, Einlegeböden und Schubladen.
- Das Gerät vom Stromnetz trennen (Stecker ziehen).
- Falls vorhanden, Wasseranschlüsse (bei Eiswürfelspender o.Ä.) schließen und trennen.
Muss ich die Küchenmöbelfront (Möbeltür) zuerst entfernen?
Ja, in der Regel muss die Möbeltür vom Kühlschrank getrennt werden. Dies ist je nach System (Festtür- oder Schlepptürtechnik) unterschiedlich.
Wie trenne ich die Möbeltür bei einem Festtürsystem vom Kühlschrank?
Beim Festtürsystem sind Kühlschrank- und Möbeltür fest miteinander verbunden. Die Befestigungsschrauben (meist oben an der Kühlschranktür) müssen gelöst werden. Achten Sie darauf, nicht die Schrauben der Türscharniere des Kühlschranks zu lösen.
Wie trenne ich die Möbeltür bei einem Schlepptürsystem vom Kühlschrank?
Beim Schlepptürsystem sind die Türen über Gleitschienen verbunden. Die Schrauben der Gleitschienen müssen gelöst werden, um die Möbeltür vom Kühlschrank zu entkoppeln.
Wo ist der Einbaukühlschrank in der Nische befestigt?
Einbaukühlschränke sind meistens oben und/oder unten im Schrankkorpus verschraubt, oft hinter Abdeckungen oder Leisten. Manchmal sind die Befestigungen auch über die Scharniere gelöst.
Welches Werkzeug benötige ich für den Ausbau?
In der Regel benötigen Sie Schraubendreher (Kreuzschlitz und/oder Torx, je nach Hersteller) und eventuell einen Maulschlüssel.
Wie ziehe ich den Kühlschrank aus der Nische, nachdem alle Schrauben gelöst sind?
Ziehen Sie das Gerät vorsichtig und möglichst senkrecht nach vorne aus der Nische. Da Einbaukühlschränke schwer und sperrig sind, ist die Hilfe einer zweiten Person dringend empfohlen.
Muss ich den Kühlschrank nach dem Ausbau senkrecht lagern oder transportieren?
Ja, es ist ratsam, den Kühlschrank möglichst senkrecht zu halten, um Schäden am Kompressor zu vermeiden. Sollte er gekippt werden, muss man das Gerät nach dem Transport einige Stunden aufrecht stehen lassen, bevor es wieder ans Stromnetz angeschlossen wird.
Was mache ich mit eventuellen Dichtungen oder Silikonfugen?
Manche Kühlschränke sind seitlich abgedichtet. Eventuelle Silikon- oder Schaumdichtungen müssen vorsichtig mit einem Messer oder Cutter durchtrennt werden, falls sie das Herausziehen des Gerätes behindern.
Wie entsorge ich den alten Einbaukühlschrank fachgerecht?
Da Kühlgeräte umweltgefährdende Stoffe (Kühlmittel) enthalten, müssen sie fachgerecht entsorgt werden. Sie können das Altgerät in der Regel kostenlos bei Wertstoffhöfen abgeben oder bei Neukauf oft den Lieferservice des Händlers zur Altgerätemitnahme nutzen.
